Gründung einer gemeinnützigen GmbH - gGmbH


Die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) ist eine Rechtsform geeignet für die Gründung von Unternehmen, deren Erträge für gemeinnützige Zwecke verwendet werden sollen.

 

  • In diesem Artikel erfahren Sie was eine gGmbH ist, welche Vor- und Nachteile die Gründung mit sich bringt, welche Schritte zur Gründung notwendig sind, was es zum Thema Steuern und Gemeinnützigkeit zu wissen gilt und in welchen Fällen die Gründung einer gGmbH sinnvoll ist. 

 

« zurück zur Übersicht                 zum nächsten Artikel »

Digital- & IT-Services – Stifter helfen – Digitale Lösungen für Vereine & Verbände – ehrenamt24
ehrenamt24   trenner   Wissen   trenner   VereinsWiki

1. Was ist eine gemeinnützige GmbH?

Die gGmbH (gemeinnützige GmbH) ist eine Sonderform der GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) und kann als eigenständige Rechtsform zur Gründung gewählt werden. Die gemeinnützige GmbH kombiniert die wirtschaftlichen Vorteile und Rahmenbedingungen der GmbH mit den steuerlichen Vorteilen des Gemeinnützigkeitsrechts. Das macht die Rechtsform für viele Gründer im sozialen Bereich sehr attraktiv.

 

Die Rechtsform gGmbH empfiehlt sich bei der Gründung eines Unternehmens, das einen gemeinnützigen Zweck erfüllt. Alle Erträge, die das Unternehmen erwirtschaftet, dürfen nur für diesen definierten Zweck verwendet werden.


Wie auch die GmbH unterliegt die gGmbH den Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Handelsgesetzbuches. Das bedeutet, dass sie ebenfalls in das Handelsregister Abteilung B eingetragen werden muss. Außerdem besteht sie aus den klassischen drei Organen wie auch die GmbH:

 

  • Gesellschafter / Anteilseigner
  • Geschäftsführung als Vertretung nach außen
  • Aufsichtsrat als Kontrollorgan (i.d.R. erst ab 500 Mitarbeitern)

 
Der Unterschied der gemeinnützigen GmbH zu gemeinnützigen Stiftungen und Vereinen besteht in erster Linie in der wirtschaftlichen Aktivität. Die gGmbH ist im Gegensatz zur gemeinnützigen Stiftung durchaus darauf ausgerichtet, Gewinne zu erzielen. Diese Gewinne müssen jedoch gemäß dem definierten Zweck wieder für gemeinnützige Aktivitäten genutzt werden.

 

 

Die Vorteile der Rechtsform gGmbH

 

  • Steuerliche Vorteile / Ersparnisse u.a. Entfall der Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer
  • Beschränkte Haftung (nur in Höhe der Stammeinlage)
  • Aspekt der Gemeinnützigkeit sofort erkennbar (durch Firmennamen)
  • Ausstellung von Spendenbescheinigungen möglich
  • Gründung auch für Einzelpersonen möglich
  • Bestimmte Privilegien möglich wie z.B. die Nutzung öffentlicher Ressorucen

Die Nachteile der Rechtsform gGmbH

 

  • Gemeinnütziger Zweck muss genau definiert und immer verfolgt werden
  • Stammkapital in Höhe von 25.000 € notwendig
  • Alle Mittel sind an gemeinnützigen Zweck gebunden
  • Gewinnausschüttung nur im Ausnahmefall möglich
  • Gehälter der Gesellschafter und Geschäftsführer dürfen nicht zu hoch ausfallen
  • Hoher Gründungsaufwand und hohe Gründungskosten
  • Straf- und zivilrechtliche Konsequenzen bei Verstößen gegen die Pflichten

Gründungspaket für Vereine

 

Einen Verein zu gründen kann schwierig sein. Mit dem Gründungspaket für Vereine unterstützen wir Sie bei den ersten Schritten der Vereinsgründung.

Eine umfassende Erstberatung soll Rechts- & Steuerfragen beantworten. Ihre Vereinsverwaltung erhält Zugang zu Muster & Vorlagen aus unserem Premium-Bereich. Und ein auf Ihren Verein zugeschnittenes Versicherungspaket schützt Ihre Vorstandsmitglieder.
 

zum Kontakt »

2. Wie wird eine gemeinnützige GmbH gegründet?

Die Gründung einer gGmbH ähnelt der Gründung einer GmbH sehr. Folgende Schritte sind für die Gründung notwendig:
 

 

  1. Formulierung der Geschäftsidee

 
Die Geschäftsidee ist der Ausgangspunkt einer jeden Unternehmensgründung. Bei der Gründung einer gemeinnützigen GmbH ist es besonders wichtig, die Geschäftsidee so genau wie möglich zu definieren. Denn sie muss den Ansprüchen der Gemeinnützigkeit gerecht werden.
 

 

  1. Aufsetzung Gesellschaftsvertrag

 
Das Aufsetzen des Gesellschaftsvertrags bzw. der Satzung beschreibt das Kernstück einer gemeinnützigen GmbH. In diesem Dokument werden der gemeinnützige Zweck und die Umsetzung dessen definiert sowie die Anzahl und die Namen der Gesellschafter, die Höhe des jeweiligen Stammkapitals, die Geschäftsadresse etc.
 
Für dieses komplexe Schreiben sollte ein Profi beauftragt werden. Denn im Falle einer gGmbH ist es besonders wichtig, dass der gemeinnützige Zweck deutlich beschrieben wird, damit die Anerkennung vom Finanzamt gewährleistet ist.
 

 

  1. Beurkundung des Gesellschaftsvertrags durch einen Notar

 
Der Gesellschaftsvertrag wird erst durch die Beurkundung durch einen Notar offiziell gültig. Zum Termin der Beurkundung müssen alle Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH anwesend sein und unterzeichnen.
 

 

  1. Einzahlung der Stammeinlage auf das Geschäftskonto

 
Zur Gründung einer gGmbH ist eine Stammkapital in Höhe von 25.000 Euro notwendig. Dies kann unter mehreren Gesellschaftern aufgeteilt werden. Zum Zeitpunkt der Gründung muss mindestens die Hälfte der Stammeinlage, also 12.500 Euro auf das Geschäftskonto eingezahlt sein. Die übrige Summe sollte zeitnah ergänzt werden.

 

  1. Eintragung in das Handelsregister

 
Zur Eintragung in das Handelsregister muss erneut ein Notar zur Hilfe geholt werden. Ein Nachweis darüber, dass das Stammkapital in Höhe von 25.000 € auf das Geschäftskonto eingezahlt wurde, ist für diesen Gründungsschritt zwingend notwendig. Im Anschluss übermittelt der Notar alle wichtigen Informationen und Unterlagen an das zuständige Amtsgericht. Ist die Eintragung durchgeführt, erfolgt eine Benachrichtigung per Post.
 

 

  1. Ausfüllen des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung

 
Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung wird ebenfalls vom Finanzamt per Post zugesandt. Es dient in erster Linie der Vergabe einer Steuernummer bzw. einer Umsatzsteuer-ID. Ein Steuerberater kann beim Ausfüllen des Fragenbogens Unterstützung bieten.
 

 

  1. Anmeldung des Gewerbes

 
Um die Geschäftstätigkeit offiziell aufnehmen zu können, ist eine Gewerbeanmeldung beim örtlichen Gewerbeamt notwendig, d.h. in dem Ort, an dem die Gesellschaft ihren Sitz hat.
Dafür wird in einem sogenannten Gewerbeschein u.a. die Rechtsform, die Geschäftsadresse, der Gegenstand des Unternehmens sowie der Ort und die Nummer des Handelsregisters angegeben.
 

 

  1. Anmeldung bei der IHK bzw. HWK

 
Der Anmeldebogen bei der IHK bzw. HWK wird automatisch nach der Gewerbeanmeldung per Post zugesandt. Die jeweilige Mitgliedschaft ist verpflichtend, auch wenn die Tätigkeit gemeinnützig ist.
 
Die Höhe der Beiträge hängt vom jährlich erwirtschafteten Gewinn ab.

Unser Portfolio für ein starkes Ehrenamt!

ehrenamt24 ist eine Gemeinschaft von Experten, die für Vereine & Verbände in allen Fragen
rund um digitale Lösungen und Mitgliederservice bereitsteht.

 


VereinsSoftware

Wir programmieren individuelle Software-Lösungen für Vereine & Verbände.

zu den Software-Lösungen »

VereinsApp

Zentralisieren Sie die Kommunikation und reduzieren Sie den Aufwand in der Verwaltung.

zur App-Entwicklung »

VereinsWebsite

HomePage für Vereine - von der Beratung über die Konzeption, bis hin zur Veröffentlichung.

zur Website »

 

 

Social Media

Social Media ist die Chance des 21. Jh - Wir beraten Sie zu Ihren persönlichen Fragestellungen.

zum Social Media »

VereinsMarketing

Wir stärken die Marketingpräsenz Ihres Vereins  - und das online sowie offline.

zum Marketing »

Google Ad Grants

Kostenloses Werbebudget von Google Ads - Werbung für Vereine & Verbände.

zur Google Ad Grants »

3. Steuern einer gGmbH

Eine der Besonderheiten der gemeinnützigen GmbH ist die spezielle Besteuerung. Dank des Status der Gemeinnützigkeit, ist die gGmbH von folgenden Steuern vollständig befreit:
 

  • Körperschaftssteuer
  • Gewerbesteuer
  • Solidaritätszuschlag
  • Grundsteuer
  • Erbschaftssteuer
  • Schenkungssteuer

 
Zusätzlich sind viele gemeinnützige Leistungen von der Umsatzsteuer befreit oder werden nur mit sieben Prozent besteuert.

4. Die Gemeinnützigkeit einer gGmbH

Nur wenn die gGmbH den Status der Gemeinnützigkeit erhält, kann sie von den aufgeführten Vorteilen wie z.B. Steuerersparnis profitieren. Ab wann ein Unternehmen als gemeinnützig gilt, ist in der Abgabenordnung (AO) ab § 51 geregelt.
 
Dort ist definiert, dass Körperschaften von einer Steuervergünstigung profitieren, wenn sie „ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke“ verfolgen.

Gemeinnützige Zwecke

In § 52 AO ist aufgeschlüsselt, was unter gemeinnützigen Zwecken zu verstehen ist. Die Förderung...

  • von Wissenschaft und Forschung
  • der Religion
  • des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege
  • der Jugend- und Altenhilfe
  • von Kunst und Kultur
  • des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege
  • der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe
  • des Tierschutzes
  • der Gleichberechtigung von Frauen und Männern
  • der Kriminalprävention

Dokumenten-Generator

Erzeugen Sie in nur wenigen Minuten individuellen VereinsDokumente - zuverlässig, vollständig & sicher! Mit dem Dokumentengenerator erstellen Sie kinderleicht komplette Dokumente aus aus einzelnen Textbausteinen mit wenigen Mausklicks.

Vereinssatzung

Die Vereinssatzung enthält alle Bestimmungen, die zur Eintragung in das Vereinsregister benötigt werden. Dennoch gibt es bei der Erstellung der Satzung einiges zu beachten. Der e24-Satungsgenerator ermöglicht es Ihnen schnell und unkompliziert, mit wenigen Klicks eine klar definierte Satzung zu erstellen.

 

zum Satzungsgenerator »

Einladung zur Mitgliederversammlung

Regelmäßig müssen Vereine & Verbände eine Mitgliederversammlung einberufen, in der die weiteren Vereinsaktivitäten diskutiert und beschlossen werden. Die Einladung für dieser Veranstaltung muss einige Kriterien erfüllen. Der Dokumenten-Generator für die Einladung zu Mitgliederversammlung ermöglicht es Ihnen schnell und unkompliziert eine fehlerfreie Einladung zu formulieren.
 

zum Generator »

Erstanmeldung im Vereinsregister

Um beim Registergericht eine offizielle Eintragung in das Vereinsregister zu erhalten, muss ein eingetragener Verein einige formale Anforderungen erfüllen. Der Dokumenten-Generator für die Erstanmeldung in das Vereinsregister folgt diesen Anforderungen und ermöglicht es Ihnen schnell und nach aktuellen Standards Erstanmeldung zu formulieren.

 

zum Generator »

5. In welchen Fällen ist die Gründung einer gemeinnützigen GmbH sinnvoll?

Die Gründung einer gemeinnützigen GmbH ist dann sinnvoll, wenn mit der Geschäftsidee ein gemeinnütziger Zweck verfolgt werden soll und zeitgleich eine wirtschaftliche Tätigkeit angestrebt wird.
 
Vor allem für Non-Profit-Organisationen, die wirtschaftsorientierter agieren wollen, ist diese Rechtsform interessant.
 
Die Gründung einer gGmbH kann für verschiedenen Personen und Organisationen in Frage kommen. Grundsätzlich kommen alle Geschäftsideen für die Gründung in Frage, die sich unter dem Begriff „Soziales Unternehmertum“ zusammenfassen lassen. Hier eine grobe Auflistung möglicher Einsatzgebiete der gGmbH:
 

  • Förderung von Bildung: zum Beispiel Privatschulen, Kitas, Museen, etc.
  • Förderung von Wissenschaft und Forschung
  • Natur- und Tierschutz
  • Kunst und Kultur
  • Sport
  • Jugend-, Alters- und Behindertenhilfe
  • Gesundheitswesen
  • Denkmalschutz

6. Fazit

Soll mit der Geschäftsidee im Bereich des sozialen Unternehmertums agiert werden und ein gemeinnütziger Zweck verfolgt werden, dann ist die Gründung einer gGmbH eine Option. Die Rechtsform bringt attraktive Vorteile in u.a. dem Steuerbereich mit sich.

 

Ist das Stammkapital in Höhe von 25.000 Euro noch nicht vorhanden, kann alternativ vorerst eine gemeinnützige UG (Unternehmergesellschaft) gegründet werden. Diese kann bereits ab einem Mindestkapital von einem Euro gegründet werden.

VereinsSoftware - Software für Vereine & Verbände - ehrenamt24

VereinsSoftware

  1. Software-Lösungen
  2. VereinsApp
  3. Individualprogrammierung

zur VereinsSoftware »

VereinsApp - Digitalisierung für Vereine & Verbände - ehrenamt24

VereinsApp

  1. Kommunikation stärken
  2. Verwaltung entlasten
  3. Mitglieder binden

zur VereinsApp »

MitgliederBenefits - Einkaufsgemeinschaft für Vereine & Verbände - ehrenamt24

MitgliederBenefits

  1. Rabattplattform
  2. Einkaufsgemeinschaft
  3. Keine Kosten!

zu MitgliederBenefits »

VereinsMarketing - Marketing für Vereine & Verbände - ehrenamt24

VereinsMarketing

  1. VereinsWebsite
  2. Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  3. Social Media Marketing

zum VereinsMarketing »

Seite teilen – Digitale Lösungen für Vereine & Verbände – ehrenamt24
Facebook Share – Beitrag teilen – Wissen für Vereine & Verbände – ehrenamt24 Linkedin Share – Beitrag teilen – Wissen für Vereine & Verbände – ehrenamt24 Twitter Share – Beitrag teilen – Wissen für Vereine & Verbände – ehrenamt24 Xing Share – Beitrag teilen – Wissen für Vereine & Verbände – ehrenamt24
Kontakt – Digitale Lösungen für Vereine & Verbände – ehrenamt24