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Steuerliche Besonderheiten bei Sportveranstaltungen

Die drei Gattungen von Sportveranstaltungen

Sportveranstaltungen sind in vielerlei Hinsicht besonders: Sie bringen Menschen zusammen, Teilnehmer leisten sich einen spannenden Wettkampf und sie werden steuerlich anders behandelt, als andere Vereinsveranstaltungen. Aber, was ist so anders an Sportveranstaltungen gegenüber normalen Veranstaltungen und was gibt es steuerrechtlich zu beachten?

 

  • Hier erfahren Sie, welche Voraussetzungen für einesteuerlich bevorzugte Behandlung von Sportveranstaltungenerfüllt sein müssen und welche drei verschiedenenGattungen es zu diesen gibt! 

 

1. Welche steuerlichen Besonderheiten sind bei Sportveranstaltungen zu beachten?

Unter Sportveranstaltungen werden gem. AEAO zu § 67a Tz. 1 bis 15 alle organisatorischen Maßnahmen eines Sportvereins verstanden, die es aktiven Sportlern ermöglicht, Sport zu treiben (z.B. Sportunterricht, Turniere oder Freundschaftsspiele). Hierzu ist es nicht notwendig, dass es sich bei den Sportlern nur um Vereinsmitglieder handelt. Eine sportliche Veranstaltung liegt auch dann vor, wenn ein Sportverein in Erfüllung seiner Satzungszwecke eine sportliche Darbietung im Rahmen anderer Veranstaltungen erbringt. 

Generell können sich die sportlichen Veranstaltungen drei Bereichen zuordnen lassen:


2. Drei Bereiche von Sportveranstaltungen

a) Ideeller Bereich

Dem steuerbefreiten ideellen Bereich lassen sich z.B. Jugend- und Trainingsarbeiten sowie Spiele, bei denen keine Eintrittsgelder erhoben werden, zuordnen. Aufwendungen hierfür dienen der Erfüllung des satzungsmäßigen Zwecks.


b) Zweckbetrieb

Sofern die Einnahmen (einschließlich der Umsatzsteuer) der Sportveranstaltungen 45.000€ im Jahr nicht übersteigen, gelten die Veranstaltung als Zweckbetrieb. Wird diese Grenze überschritten, liegt grundsätzlich ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb vor, welcher steuerpflichtig ist (Vgl. §67a Abs. 1 AO). Ein Sportverein kann auf die Besteuerungsgrenze gem. §67a Abs. 2 AO verzichten. Diese Erklärung bindet den Verein für mindestens 5 Jahre. Wird auf die Besteuerungsgrenze verzichtet, sind sportliche Veranstaltungen als Zweckbetrieb anzusehen, wenn

  • kein Sportler des Vereins teilnimmt, der eine Vergütung oder andere Vorteile erhält (ausgenommen ist eine Aufwandsentschädigung)
  • kein anderer Sportler teilnimmt, der eine Vergütung oder andere Vorteile erhält (auch hier ist die Aufwandsentschädigung ausgenommen)

Als bezahlte Sportler gelten Personen, die eine Tätigkeit als Sportler ausüben oder lediglich als Werbeträger dienen. Als Aufwandsentschädigung gelten Zahlungen bis zu 400€ pro Monat (max. 4800€ p.a.). Zu den Besonderheiten zählt jedoch, dass diese Grenze jedoch nur für Sportler des eigenen Vereins gilt. Sollten vereinsfremde Sportler Zuwendungen erhalten, wird die Sportveranstaltung immer dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zugeordnet.


c) Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb

Der Verkauf von Speisen und Getränken sowie Werbung gehören nicht zu den sportlichen Veranstaltungen und werden daher steuerlich gesondert als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb behandelt. Überschüsse aus diesen Tätigkeiten können jedoch gem. §64 Abs. 2 AO mit Verlusten aus sportlichen Veranstaltungen verrechnet werden. Daneben gilt auch die Unterhaltung von Club-Häusern, Vereinsheimen oder Kantinen nicht als sportliche Veranstaltung.
 


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