Das Jahr 2026 ist für viele Vereine direkt mit spürbaren Veränderungen gestartet.
In diesem VereinsUpdate schauen wir auf die Entwicklungen, die im Januar besonders relevant waren, und ordnen sie für den Vereinsalltag ein. Dabei geht es um neue Rahmenbedingungen, praktische Fragen rund um digitale Vereinsarbeit und um Trends, die sich bei Engagement und Mitgliedschaft abzeichnen.
Ihr bekommt hier einen kompakten Überblick, der hilft, die wichtigsten Punkte schnell zu erfassen. Und wenn ein Thema für euren Verein gerade besonders wichtig ist, findet ihr die passenden Ansätze und Hinweise, um es für die eigene Planung gezielt zu vertiefen.

Neue Hinweise zum Datenschutz bei Online-Mitgliederversammlungen schaffen mehr Orientierung für die digitale Vereinsarbeit.
Das Förderprogramm „Ehrenamt 2.0“ unterstützt Vereine dabei, Verwaltungsabläufe digitaler und effizienter aufzustellen.
Der Trend zur Individualisierung nimmt zu: Für Mitgliedergewinnung und -bindung werden flexiblere Angebote und neue Formate wichtiger.
Hinweis: Die Inhalte sind als erste Orientierung für Vereine und Ehrenamtliche gedacht. Sie stellen keine rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Wir arbeiten sorgfältig, können aber keine Gewähr für Richtigkeit oder Aktualität übernehmen. Bei konkreten Anliegen wenden Sie sich bitte an die zuständigen Stellen oder holen Sie fachlichen Rat ein.
Im Januar 2026 wurden neue Hinweise zum Datenschutz bei Online-Mitgliederversammlungen veröffentlicht. Sie konkretisieren, worauf Vereine bei Videokonferenz-Tools und digitalen Abstimmungen achten sollten. Entscheidend ist, dass die eingesetzten Plattformen aktuelle Sicherheitsanforderungen erfüllen und Mitgliederdaten zuverlässig geschützt werden. Dazu gehören unter anderem Empfehlungen zur Verschlüsselung der Datenübertragung und zur sicheren Ablage von Abstimmungsergebnissen.
Praxis-Tipp: Prüft die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen eurer Videokonferenz- und Abstimmungstools (z. B. Verschlüsselung, Zugriffsrechte, Speicherorte). Sinnvoll ist außerdem eine kurze Schulung für Vorstand und Moderation, damit die Abläufe datenschutzkonform sitzen.
In NRW ist im Januar 2026 das Förderprogramm „Ehrenamt 2.0“ gestartet. Es unterstützt Vereine dabei, Verwaltungsaufgaben digitaler zu organisieren. Gefördert werden zum Beispiel Software für die Mitgliederverwaltung, Online-Plattformen für die Vereinskommunikation sowie Schulungen rund um digitale Kompetenzen. Ziel ist, Ehrenamtliche zu entlasten und Abläufe im Verein effizienter zu machen.
Quelle:https://www.engagiert-in-nrw.de
Praxis-Tipp: Schaut euch die Förderbedingungen früh an und plant realistisch, was ihr wirklich umsetzen wollt. Ein klarer „Startpunkt“ (z. B. Mitgliederverwaltung oder zentrale Kommunikation) bringt oft schnell spürbare Entlastung.
Ebenfalls im Januar 2026 hat das Bundesministerium der Finanzen eine Klarstellung veröffentlicht: Vereine können auch über Social Media Spenden sammeln und ihre gemeinnützigen Zwecke sichtbar machen, ohne damit automatisch die Gemeinnützigkeit zu gefährden. Wichtig ist, dass Social-Media-Aktivitäten transparent und nachvollziehbar bleiben und Spenden ausschließlich für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden.
Praxis-Tipp: Haltet Spendenaktionen sauber fest (Zweck, Verwendung, Kommunikation) und sorgt dafür, dass die Mittelverwendung intern nachvollziehbar dokumentiert ist. So seid ihr bei Rückfragen auf der sicheren Seite.
Wenn du willst, formuliere ich dir die drei Praxis-Tipps auch noch einmal konsequent in „Sie“-Form (du nutzt oben aktuell „Sie“).
Im Januar 2026 wird deutlicher, dass Künstliche Intelligenz auch im Vereinsalltag ankommt. KI-Tools können bei wiederkehrenden Aufgaben unterstützen, zum Beispiel beim Entwurf von Social-Media-Texten, bei der Beantwortung häufiger Fragen über einen Chatbot oder bei Auswertungen, die helfen können, Angebote besser auf Mitglieder zuzuschneiden.
Praxis-Tipp: Schaut euch erst kleine, risikoarme Einsatzfelder an (z. B. Textentwürfe oder Ideensammlungen) und prüft dann Schritt für Schritt, was für euren Verein wirklich hilfreich ist. Wenn personenbezogene Daten im Spiel sind, sollte Datenschutz von Anfang an mitgedacht werden.
Der Trend zum E-Sport setzt sich auch im Januar 2026 fort. Immer mehr Vereine starten eigene E-Sport-Angebote oder arbeiten mit bestehenden Teams zusammen. Für Vereine kann das eine Chance sein, neue Zielgruppen zu erreichen und das eigene Angebot sinnvoll zu erweitern.
Praxis-Tipp: Wenn E-Sport für euch interessant ist, klärt früh die Rahmenbedingungen: Wer übernimmt Organisation und Betreuung? Welche Regeln gelten (z. B. Jugendschutz, Formate, Trainingsbetrieb)? Und passt das Angebot zu eurem Vereinszweck und euren Ressourcen?
Im Januar 2026 zeigt sich weiter: Viele Mitglieder wünschen sich Angebote, die besser zu ihren Interessen und Lebensrealitäten passen. Statt „ein Format für alle“ werden flexible Optionen wichtiger. Für Vereine heißt das: Angebote dürfen vielfältiger werden und sollten sich leichter kombinieren lassen, wenn man Mitglieder halten und neue gewinnen möchte.
Praxis-Tipp: Holt euch Feedback ein, zum Beispiel über eine kurze Umfrage oder Gespräche nach dem Training/Termin. Oft reichen schon ein paar gezielte Fragen, um zu sehen, welche Formate wirklich gebraucht werden und was eher „nice to have“ ist.
Der demografische Wandel bleibt eine Herausforderung: In vielen Vereinen steigt der Anteil älterer Mitglieder, während jüngere Altersgruppen schwerer zu erreichen sind. Das bedeutet nicht, dass Vereine komplett umsteuern müssen, aber sie sollten Angebote und Rahmenbedingungen stärker mitdenken, die für ältere Mitglieder gut funktionieren.
Praxis-Tipp: Prüft Barrierefreiheit und Zugänglichkeit (Räume, Wege, Zeiten, Kommunikation) und überlegt, welche Formate für unterschiedliche Altersgruppen passen. Austauschformate, in denen Jung und Alt voneinander profitieren, können zusätzlich stabilisieren.
Im Januar 2026 ist außerdem spürbar, dass Themen wie Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt für viele Menschen bei der Vereinswahl eine größere Rolle spielen. Vereine können das als Chance nutzen, wenn sie ihr Engagement sichtbar machen und in den Alltag integrieren.
Praxis-Tipp: Startet klein und konkret: ein nachhaltigeres Vereinsfest, weniger Papier, Kooperationen vor Ort oder ein soziales Projekt, das zum Vereinszweck passt. Wichtig ist, das nachvollziehbar zu kommunizieren und für Mitglieder erlebbar zu machen.
Engagement sichtbar machen und würdigen – genau darum geht es beim Deutschen Engagementpreis. Bei der Preisverleihung standen Initiativen im Mittelpunkt, die sich mit viel Einsatz für Zusammenhalt in der Gesellschaft starkmachen. Den Publikumspreis gewann der Ahmadiyya Muslim Peace Cycling Club Köln mit dem Projekt „Die blauen Engel des Friedens“, das sich für Frieden und Verständigung einsetzt. Als Zweitplatzierter beim Publikumspreis wurde Dup15q e.V. mit 7.500 Euro ausgezeichnet – als Anerkennung für die starke Mobilisierung und das Engagement des Vereins.
Darüber hinaus wurden mehrere Vereine für innovative Projekte im Bereich Digitalisierung geehrt. Das zeigt: Neue Ideen und mutige Schritte in der Vereinsarbeit können sich lohnen und andere Vereine ermutigen, eigene Lösungen auszuprobieren.